Nacktbaden in Bonn

May 24th, 2007. Published under Unglaublich. 1 Comment.

Zwei Tage ist es inzwischen her, dass Bonn innerhalb von einer halben Stunde in Wind und Wasser unterging.

Dienstag Mittag wars noch sonnig. Und wie. So richtig warm und so. Der Plan war eigentlich sich am Zoll zu treffen und nen Stündchen in der Sonne zu chillen. Aber schon auf dem Weg aus der FH nach Bonn, zog sich der Himmel irgendwie komisch zu. Grad angekommen steht Sabine noch vorm Englischen und wir telefonieren quer über die Adenauerallee um zu verabreden, dass es vielleicht doch keine so geile Idee ist sich auf die Wiese zu legen – Also ich wollte auf den Regen warten aber man war das keine gute Idee.

Wir gehen also noch mit einem kleinen Umweg über so nen Buchlaaaden, welcher einer Studentin in der Examensvorbereitung ein Malbuch verkaufen wollte, nur so neben, ins Café Göttlich, wo auch noch Leute draußen unter den Schirmen sitzen und sich vermutlich, wie ich auch nebenbei, denken “Ach unterm Schirm wirds schon nett werden mit so ein bisschen Regen”. Drinnen war echt ‘ne bessere Idee muss ich zugeben. Café und nen schwarzer sind bestellt und beide schauen, mit den Ellebogen auf den kleinen Marmortisch gelehnt, versonnen und von Gewitterkoppweh genervt aus der komplett geöffneten Tür. Man spürt förmlich, wie sich das Gewitter über der Innenstadt positioniert.

Es fängt an zu gewittern und keine fünf Minuten später auch an zu regnen. Erst leicht, dann aber immer heftiger. Die Leute unter den Schirmen sehen inzwischen auch ein, dass dort noch länger verweilen uncool ist und sind innerhalb des einen Meters, der sie und das Trockene trennt, komplett durchnässt. Inzwischen regnet es nämlich schon unablässchlich wie aus Eimern seit locker ‘ner viertel Stunde.

Im Grunde hat jeder auf das Gewitter gewartet und man steht nun wartend, vielleicht eine rauchend, unter irgendeinem Unterstand. Der Regen hört auch irgendwann wieder auf und der Tag nimmt seinen gewohnten Gang.

Zu diesem Zeitpunkt ahnt noch niemand, dass die Sonne gerade nur ein sehr kleines Loch zwischen den Gewitterfronten erwischt hat. Wir gehen also auch, Richtung Bibliothek mit Plan dann bei mir einzukehren. Ich hole auf dem Weg noch Milch für später eintreffende Gäste zum Café-Kränzchen ;)

Zu Hause wird geduscht und besprochen, wo man denn eben so war, wärend des rieeesen Gewitters. Gechilltheit breitet sich aus — und vergeht auch ziemlich schnell wieder. Förmlich erschossen wird sie, von einem Donner der so laut wie unerwartet kam, dass es schon ein bisschen gruselig war. Und ich denke ab hier sprechen Bilder einfach mehr als tausend Worte!

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One Comment

timoNo Gravatar  on May 24th, 2007

wow…holy moly…sowas habe ich als langzeit-bonner noch nie in dieser so schönen stadt gesehen. das schlimmste was mir in der hinsicht bisher passierte war für eine weile mit dem henne (samt fahrrad) in der nordstr. unter einem baum gefangen zu sein.
dank an den korrespondenten!

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